Prostatakrebszentrum

Vorsorgeuntersuchungen

Früh erkannt heißt meist besser heilbar.

Auch der Prostatakrebs, der in Deutschland die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung bei Männern ist, hat durch Früherkennung viel von seinem bisherigen Schrecken verloren.

Eine Vorsorgeuntersuchung der Prostata fußt auf drei Säulen:

Tastbefund

Die Routineuntersuchung der Prostata umfasst neben einer ausführlichen Befragung zur Krankheitsgeschichte das Abtasten der Prostata mit dem Finger des Arztes vom Enddarm aus. So kann ihr behandelnder Arzt einen Eindruck über die Größe und Beschaffenheit der Prostata gewinnen. Der Tastbefund bietet jedoch keine Garantie dafür, dass kein Krebs vorliegt. Die Aussagekraft sollte deshalb durch zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen erhöht werden.
 

PSA-Wert

Eine weitere Möglichkeit der Prostatakrebsvorsorge ist die Messung des sogenannten prostataspezifischen Antigens (»PSA«). Ein erhöhter PSA-Wert im Blut kann auf einen Prostatakrebs, aber auch »nur« auf eine gutartig vergrößerte Prostata oder eine Entzündung des Organs hinweisen.

Ultraschall

Um die Aussagekraft des PSA-Wertes zu vergrößern kann eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung mittels Ultraschall sinnvoll sein. Diese völlig schmerzfreie Untersuchungsmethode ermöglicht eine gute Aussage über die Beschaffenheit der Prostata. Durch diese Vorsorgeuntersuchung können etwa 20 Prozent der Prostatatumoren frühzeitig entdeckt werden, die nicht durch eine alleinige PSA-Erhöhung aufgefallen sind.

Diese drei Säulen ermöglichen es einen Prostatakrebs mit höherer Sicherheit auszuschließen oder zumindest in einem heilbaren Stadium frühzeitig zu entdecken, so dass alle Therapiemöglichkeiten offen stehen. Männern ab dem 45. Lebensjahr wird empfohlen, sich einmal jährlich dieser Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Bei einer familiären Vorbelastung oder einem anderen bekannten erhöhen Erkrankungsrisiko sollte eine erste urologische Vorstellung mit dem 40. Lebensjahr erfolgen.