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15.04.2019, Borna

Mittwochsvorlesung im Mai befasst sich mit dem Thema »Morbus Parkinson«

Selbstbestimmtes Leben trotz Parkinson

Einen etwas anderen Rahmen als gewohnt hat die nächste Bornaer Mittwochsvorlesung, in deren Mittelpunkt das Thema »Parkinson« steht. Denn neben dem Hauptreferenten Dr. Alexander Reinshagen, der Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten vorstellen wird, kommen am 08. Mai auch Selbsthilfegruppen-Leiter und ein Betroffener, der sich künstlerisch mit seiner Krankheit auseinandersetzt, im Auditorium des Sana Klinikums zu Wort.

Die Parkinsonerkrankung ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste degenerative Erkrankung des Gehirns. Allein in Deutschland sind nach jüngsten Statistiken inzwischen 400.000 Menschen betroffen, und es werden mit zunehmendem Alter der Bevölkerung immer mehr. Ist man selbst oder sind die nächsten Angehörigen von der Parkinson-Erkrankung betroffen, ist das für einige ein Damokles-Schwert, für andere eine Herausforderung, auf jeden Fall aber ein Eingriff in das Selbstbild, die familiäre Planung und vor allem den Alltag. Die Diagnose der Parkinson-Erkrankung wird auch in unserer hochtechnisierten Medizin immer noch durch erfahrene Ärzte besser als durch technische Untersuchungen gestellt. Während man früher die Parkinson-Erkrankung allein als Bewegungsstörung (»Schüttellähmung«) verstanden hat, ist inzwischen klar, dass ein Nachlassen der Stimmung, das Auftreten von Schmerzen, Schlafstörungen und Störungen des vegetativen Nervensystems zur Erkrankung gehören. Das und die zunehmend differenziertere und individuelle Therapie sind eine besondere Herausforderung, die nur im engen Dialog mit den Betroffenen und ihren Familien bewerkstelligt werden kann. Dadurch und durch aktivierende Therapien (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie) kann die Medizin heute lange Zeit ein selbstbestimmtes Leben trotz oder eben mit Parkinson ermöglichen.

Dr. A. Reinshagen, Chefarzt der Klinik für Neurologie berichtet über die Ursachen, Frühsymptome, die Wege der Medizin und heute verfügbare Therapien der Erkrankung. Dazu zählen neben Tabletten Medikamenten-Pumpen und die sog. Tiefe Hirnstimulation. Die Erkrankung zu meistern ist aber vor allem eine Aufgabe der Betroffenen und Ihrer Familien. Hilfe zur Selbsthilfe ist daher ein wichtiger Punkt im Umgang mit der Parkinson-Erkrankung. Hierzu berichtet Frau Christine Gedicke, die langjährige Leiterin der Selbsthilfegruppe der Region, über Ihre Erfahrungen als Ehefrau eines Parkinson-Erkrankten und den Halt, den eine solche Gruppe Betroffenen bieten kann. Andreas Held, engagiert in der Selbsthilfegruppe Parkinson der Stadt Leipzig, wird ebenfalls anwesend sein und zu Wort kommen. Last but not least wird der an Parkinson erkrankte Komponist und Texter T. Hertel – dessen »ParkinSong-Revue« wiederholt in Leipzig und weiteren Städten aufgeführt wurde – seine Texte lesen. 

Beginn im Auditorium des Sana Klinikums Borna ist um 17.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Sana Kliniken Leipziger Land
In Borna und Zwenkau angesiedelt finden Menschen aus der Region eine hochwertige medizinische Akutversorgung und geriatrisch fachärztliche Behandlung. Derzeit verfügen wir über 490 Betten. In zwölf Fachkliniken und mehreren Instituten profitieren die Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, einer langjährigen Erfahrung, modernster Medizintechnik und einer Fächervielfalt, die der eines Schwerpunktversorgers gleichkommt. In unseren Kompetenzzentren arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten fachübergreifend zusammen, um die gesundheitliche Gesamtsituation jedes Patienten zu erfassen und den bestmöglichen, maßgeschneiderten Behandlungsplan aufzustellen. Darüber hinaus bietet das Geriatriezentrum Zwenkau älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen eine komplexe medizinische Versorgung.

Kontakt

Janet Schütze
Leitung Unternehmenskommunikation Region Sachsen
Tel.: 03433 21-1075
janet.schuetze@sana.de