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12.03.2019, Borna

Brustschmerzambulanz der Sana Kliniken Leipziger Land erstmals von der Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert

Lebensrettendes Zertifikat

Wenn ein starker Schmerz durch die Brust fährt und der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht, zählt jede Minute. Hilfe finden Betroffene mit unklaren und akuten Brustschmerzen 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche am Sana Klinikum Borna. Die Brustschmerzambulanz des Krankenhauses – die sogenannte Chest Pain Unit (CPU) – wurde erstmals von der Gesellschaft für Deutschen Gesellschaft für kardiologie (DGK) zertifiziert. Das Zertifikat bescheinigt der Einrichtung, alle Kriterien der DGK zu erfüllen und mit höchsten Qualitätsstandards zu arbeiten. Für die Menschen zwischen Chemnitz und Leipzig eine gute Nachricht – denn eine CPU kann Leben retten.

"Wir tun alles dafür, um Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt und andere akute Erkrankungen am Herzen so schnell und gut wie möglich zu versorgen. Das Zertifikat bestätigt: Dafür ist bei uns alles vorhanden, Betroffene sind bei uns in den besten Händen", freut sich der Kardiologe Dr. Uwe Müller, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Innere Medizin

Strenge Prüfkriterien
Für die Zertifizierung sind im Hinblick auf personelle, diagnostische, therapeutische und apparative Voraussetzungen strenge Kriterien zu erfüllen. Zur bestmöglichen Diagnostik und Therapieeinleitung muss zum Beispiel ein Herzkatheterlabor ständig zur Verfügung stehen. Wichtig ist auch, dass es keine Verzögerungen zwischen der Aufnahme des Patienten und der speziell erforderlichen Therapie gibt und dass erfahrenes und spezialisiertes erfahrenes Personal umgehend vor Ort ist. Dies und noch vieles mehr muss 365 Tage im Jahr rund um die Uhr gewährleistet sein. Von zentraler Bedeutung ist außerdem die Zusammenarbeit mit den Ärzt(inn)en und dem Pflegepersonal des Zentrums für Notfall- und Akutmedizin (ZNA) sowie den Rettungsdiensten. 

Hintergrund: Akuter Herzinfarkt
Anzeichen für einen Herzinfarkt können starke, ausstrahlende Schmerzen, ein deutliches Engegefühl in der Brust, kalter Schweiß, Atemnot, Brennen und Blässe sein. Wer solche Symptome bei sich feststellt, sollte unverzüglich den Notarzt rufen beziehungsweise einen Arzt konsultieren und/oder sich in eine Chest Pain Unit bringen lassen. Denn der Faktor Zeit spielt eine sehr wichtige Rolle bei einem Herzinfarkt. Der Auslöser eines Herzinfarktes ist in der Regel ein Thrombus, also ein Blutpfropf, der ein Herzkranzgefäß verschließt, damit die Durchblutung und somit die Sauerstoffversorgung des Herzens unterbindet. Je schneller das Gefäß mittels eines Herzkatheters wiedereröffnet werden kann, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, den Infarkt zu überleben.

Lebensrettende Behandlung
Sobald der Patient in der Klinik ankommt, erhält er ein EKG, eventuell einen Herzultraschall sowie eine Blutuntersuchung. All das passiert in klaren, standardisierten diagnostischen Abläufen. "Wir überprüfen dabei, was der Auslöser für die Brustschmerzen ist. Liegt es an einer Herzerkrankung? Ist dies der Fall, leiten wir sofort die lebensrettende Behandlung ein. Diese besteht aus einem Herzkathetereingriff, um das Gefäß zu öffnen. Gegebenenfalls in Kombination mit einer Medikamentengabe, um den Thrombus beziehungsweise den Pfropf zu lösen", erläutert der Kardiologe Dr. Uwe Halfwassen, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin. 

Schnelle Hilfe rettet Leben
Wie wichtig die Chest Pain Units sind, zeigen Zahlen der Deutschen Herzstiftung. Starben am Herzinfarkt 1990 noch rund 86.000 Menschen, waren es etwa 49.000 im Jahr 2015. Dabei war die Infarktsterblichkeit in Regionen mit nur wenigen Chest Pain Units höher als dort, wo es die auf Brustschmerz spezialisierten Einrichtungen gibt.

Die Sana Kliniken Leipziger Land
In Borna und Zwenkau angesiedelt finden Menschen aus der Region eine hochwertige medizinische Akutversorgung und geriatrisch fachärztliche Behandlung. Derzeit verfügen wir über 490 Betten. In zwölf Fachkliniken und mehreren Instituten profitieren die Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, einer langjährigen Erfahrung, modernster Medizintechnik und einer Fächervielfalt, die der eines Schwerpunktversorgers gleichkommt. In unseren Kompetenzzentren arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten fachübergreifend zusammen, um die gesundheitliche Gesamtsituation jedes Patienten zu erfassen und den bestmöglichen, maßgeschneiderten Behandlungsplan aufzustellen. Darüber hinaus bietet das Geriatriezentrum Zwenkau älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen eine komplexe medizinische Versorgung.

Kontakt

Janet Schütze
Leitung Unternehmenskommunikation Region Sachsen
Tel.: 03433 21-1075
janet.schuetze@sana.de