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11.07.2019, Borna

3. Ethikcafé beschäftigt sich mit dem Thema Organspende

Angst, die Leben kostet

Die Entscheidung für oder gegen den Organspendeausweis ist nicht selten von Zweifeln geprägt: Rettet meine Organspende überhaupt Leben? Was geschieht nach dem Tod mit mir? Ist mit dem Hirntod wirklich das Leben beendet? Um solche und ähnliche Ängste zu nehmen, diskutiert das Ethikforum der Sana Kliniken Leipziger Land im offenen Ethikcafé am 13. August ab 14:30 Uhr ausführlich das Thema »Organspende«. Interessierte sind recht herzlich eingeladen. 

Das Thema »Tod« wird oft verdrängt. Und geradezu unheimlich ist für viele der Gedanke, nach dem Sterben »Ersatzteillager« zu sein. Dieses Klischee über die Organspende spukt noch in vielen Köpfen herum. In zu vielen. Denn: Mit einer Organspende kann jeder von uns auch posthum (Schwer-)Kranken das Leben retten.

Es gibt nicht viele Dinge, bei denen Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander klaffen wie beim Thema Organspende. Umfragen zeigen, dass fast alle von uns ein Spenderorgan zum Überleben annehmen würden. 75 Prozent wären wohl theoretisch auch selbst zu einer Organspende bereit. Doch nur 28 Prozent besitzen einen Spenderausweis. Neben einer gewissen Gedankenlosigkeit und der Verdrängung von Krankheit und Tod, sind es vor allem Ängste vor Missbrauch, Organhandel und vorzeitiger Organ-Entnahme, die potenziell Spendenwillige von der Unterschrift auf einem Organspendeausweis abhält. 

Ängste, die schlichtweg Leben kosten. Denn die Gefahr, mangels Spenderorgan zu sterben, ist sehr real: Jedes Jahr sterben in Deutschland über 1.000 Menschen, die überleben hätten, hätten sie ein geeignetes Spenderorgan bekommen. Darüber hinaus gibt es in Deutschland mehrere zehntausend Menschen, die ohne Nierentransplantation dauerhaft auf eine Dialyse angewiesen sind. 

"Organspende ist ein Thema, das jeden angeht. Jeder sollte sich informieren und zu Lebzeiten eine eigene selbstbestimmte Entscheidung treffen", appelliert daher Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt und Leiter des Ethikforums der Sana Kliniken Leipziger Land. "Auch aus Fürsorge gegenüber den eigenen Angehörigen, die sonst im Moment der Trauer entscheiden müssten". Wichtig sei es daher vor allem, schon zu Lebzeiten Ängste und Zweifel abzubauen. 

Das möchte das Ethikforum am 13. August tun. Im Rahmen des 3. Ethikcafés soll das Thema Organspende im offenen Austausch völlig wertfrei diskutiert werden. Referenten bzw. Ansprechpartner sind der ehemalige Bornaer Richter Andreas Neumert, der niedergelassene Allgemeinmediziner Dr. Rudolf Jakobi und die Krankenschwester und Ethikberaterin Jacqueline Lindner. Eine Anmeldung für die Veranstaltung, die im Konferenzraum im 3. Stock des Hauses E am Sana Klinikum Borna stattfindet, ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Die Sana Kliniken Leipziger Land
In Borna und Zwenkau angesiedelt finden Menschen aus der Region eine hochwertige medizinische Akutversorgung und geriatrisch fachärztliche Behandlung. Derzeit verfügen wir über 490 Betten. In zwölf Fachkliniken und mehreren Instituten profitieren die Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, einer langjährigen Erfahrung, modernster Medizintechnik und einer Fächervielfalt, die der eines Schwerpunktversorgers gleichkommt. In unseren Kompetenzzentren arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten fachübergreifend zusammen, um die gesundheitliche Gesamtsituation jedes Patienten zu erfassen und den bestmöglichen, maßgeschneiderten Behandlungsplan aufzustellen. Darüber hinaus bietet das Geriatriezentrum Zwenkau älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen eine komplexe medizinische Versorgung.

Kontakt

Janet Schütze
Leitung Unternehmenskommunikation Region Sachsen
Tel.: 03433 21-1075
janet.schuetze@sana.de​