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04.01.2019, Borna

Neue und schonende Behandlungsmethode für weibliche Harninkontinenz und vaginale Trockenheit

Ärzte des Beckenbodenzentrums setzen auf moderne Lasertherapie

Der unwillkürliche Abgang von Flüssigkeit aus der Blase ist eine mit Scham besetzte, heikle Angelegenheit. Ein absolutes Tabu ist das Thema, das Ärzte mit dem Fachbegriff Harninkontinenz bezeichnen, indes heute nicht mehr. Das liegt auch an der Arbeit des Beckenboden-Kontinenzzentrums Borna, das seit über zehn Jahren mit aktuellen Therapiemethoden erfolgreich an den Problemen »Inkontinenz und Senkung« arbeitet. Die neueste Behandlungsmethode: Eine Lasertherapie zur Behandlung der Belastungsharninkontinenz und Scheidentrockenheit. 

"Die glücklicherweise zunehmende Enttabuisierung dieses Themas führt zu einer selbstbewussten Wahrnehmung des eigenen Körpers und auch des Beckenbodens. Dadurch werden wir zunehmend mit Patientinnen mit urogynäkologischen Frühsymptomen oder geringgradigen Beschwerden, aber durchaus subjektivem Leidensdruck konfrontiert", sagt Dr. Eva-Maria Robel, Leitende Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Koordinatorin des zertifizierten Beckenboden-Kontinenzzentrums an den Sana Kliniken Leipziger Land.

Das Problem bisher: Frauen, die sich mit einer »nur« leichten Inkontinenz, einer geburtsbedingt dauerhaft erweiterten Vagina oder Scheidentrockenheit nach den Wechseljahren bzw. einer Chemotherapie konfrontiert sehen, konnte bislang nur wenig geholfen werden. "Bisher konnten wir den Frauen außer einer effektiven Beckenbodenkonditionierung und ggf. Nutzen von Hilfsmitteln bei Bedarf wenig anbieten. Auch eine vaginale Hormontherapie ist nicht von allen Patientinnen gewünscht bzw. oft nicht möglich", so Dr. Robel. Und dennoch wünschen sich Betroffene wieder mehr Unbeschwertheit.

In diesen Fällen setzten die Beckenboden-Spezialisten am Sana Klinikum Borna nun auf eine spezielle Laser-Therapie. Durch die Laserbehandlung wird das Bindegewebe angeregt sich zu erneuern, in dessen Folge wird die Funktion verbessert. Das Bindegewebe regeneriert sich, stellt die benötigte Festigkeit wieder her und es kommt zu einer besseren Durchblutung und Befeuchtung der Scheide.

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und dauert etwa 15 Minuten. Es entstehen keine Ausfallzeiten, lediglich auf Geschlechtsverkehr und Tampons sollte für die Dauer von 72 Stunden verzichtet werden. "Es handelt sich dabei um eine unblutige, hautschonende, minimalinvasive und nichthormonelle Methode, die sicher, schnell, einfach ambulant und ohne Betäubung durchführbar ist. Sie führt bereits nach der ersten Behandlung zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden", erklärt Dr. Robel. Patientinnen mit einer geringgradigen Inkontinenz unabhängig vom Alter können von dieser Methode profitieren.

Die Sana Kliniken Leipziger Land
In Borna und Zwenkau angesiedelt finden Menschen aus der Region eine hochwertige medizinische Akutversorgung und geriatrisch fachärztliche Behandlung. Derzeit verfügen wir über 490 Betten. In zwölf Fachkliniken und mehreren Instituten profitieren die Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, einer langjährigen Erfahrung, modernster Medizintechnik und einer Fächervielfalt, die der eines Schwerpunktversorgers gleichkommt. In unseren Kompetenzzentren arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten fachübergreifend zusammen, um die gesundheitliche Gesamtsituation jedes Patienten zu erfassen und den bestmöglichen, maßgeschneiderten Behandlungsplan aufzustellen. Darüber hinaus bietet das Geriatriezentrum Zwenkau älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen eine komplexe medizinische Versorgung.

Kontakt

Janet Schütze
Leitung Unternehmenskommunikation Region Sachsen
Tel.: 03433 21-1075
janet.schuetze@sana.de