Geburtshilfe

Babyfreundliche Geburtsklinik

Wir legen großen Wert darauf, jede Entbindung individuell, familienorientiert und natürlich zu gestalten, und Ihnen gleichzeitig die höchstmögliche Sicherheit für Mutter und Kind zu bieten.

Qualitätssiegel »Babyfreundliche Geburtsklinik«
Seit der Erstzertifizierung im Jahr 2013 dürfen wir das das Qualitätssiegel »Babyfreundliche Geburtsklinik« führen. Kliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die B.E.St®-Richtlinien, die auf den internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF beruhen.

B.E.St® – Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik
B.E.St® steht für »Bindung«, »Entwicklung« und »Stillen«. Diese Kriterien sind wissenschaftlich fundiert und ermöglichen die effektive Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind, der kindlichen Entwicklung und des Stillens. Sie basieren auf aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand und auf internationalen Vereinbarungen und Vorgaben von WHO und UNICEF. Sie ermöglichen in ihrer Gesamtheit eine effektive Bindungs-, Entwicklungs- und Stillförderung. Die B.E.St.®-Kriterien sind die inhaltliche Grundlage der Zertifizierung einer Einrichtung der Geburtshilfe und Kinderheilkunde als „Babyfreundlich“. Babyfreundliche Kliniken unterstützen aus Gründen der Bindungsförderung das Stillen. Frauen, die ihr Kind mit der Flasche ernähren, werden individuell in die bindungsfördernde Flaschenernährung eingeführt. Die Grundsatzerklärung der WHO/UNICEF-Initiative »Babyfreundlich« zu den B.E.St.®-Kriterien beinhaltet die Umsetzung des WHO-Kodexes in Babyfreundlichen Einrichtungen – zum Download auf www.babyfreundlich.org.

Die zehn Schritte im Überblick
  1. Schriftliche B.E.St.®-Richtlinien auf der Grundlage der »Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik zur Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien« haben, die mit allen Mitarbeiterinnen regelmäßig besprochen werden.
  2. Alle Mitarbeiterinnen so schulen, dass sie über  die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für  die Umsetzung der B.E.St.®-Richtlinien verfügen.
  3. Alle schwangeren Frauen über die Bedeutung und  die Praxis der Bindungs- und Entwicklungsförderung unter Einbeziehung des Stillens informieren.
  4. Den Müttern ermöglichen, unmittelbar ab Geburt ununterbrochen Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Baby das erste Mal gestillt wurde.
  5. Den Müttern korrektes Anlegen zeigen und ihnen  erklären, wie sie ihre Milchproduktion aufrechterhalten können, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.
  6. Neugeborenen weder Flüssigkeiten noch sonstige  Nahrung zusätzlich zur Muttermilch geben, außer  bei medizinischer Indikation.
  7. 24-Stunden-Rooming-in praktizieren – Mutter und Kind bleiben Tag und Nacht zusammen.
  8. Zum Stillen|Füttern nach Bedarf ermuntern.
  9. Gestillten Kindern keine künstlichen Sauger geben.
  10. Die Mütter auf Stillgruppen und andere Mutter-Kind-Gruppen hinweisen und die Entstehung von Stillgruppen fördern.